Neben dem Grundangebot an psychiatrischer Versorgung hat sich die Privatklinik Meiringen in drei Zentren auf die psychische Behandlung von Stressfolgeerkrankungen, Verhaltenssüchten und geriatrischen Patientinnen und Patienten spezialisiert. Die Klinik ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des IFT München für die VT-Woche: Gemeinsam bieten wir ein vielseitiges und interdisziplinäres Fortbildungsprogramm mit aktuellen Themen zur Weiterentwicklung psychotherapeutischer Methoden.
Wir möchten in Zukunft vermehrt jungen und aufstrebenden Referent:innen eine Plattform bieten. Dafür haben wir unser Angebot für Sie um zusätzliche Workshops ergänzt: Sie finden die NEW VOICES in unserem Programm.
Moderation:
PD Dr. med. Christian Mikutta, Chefarzt, stv. Ärztlicher Direktor, Privatklinik Meiringen
Vorträge:
Selbstschutz und Selbstfürsorge als Psychotherapeut:in (online zugeschaltet)
Dr. Karsten Böhm, Psychologischer Psychotherapeut, Freiburg
Dieser praxisnahe Vortrag befasst sich mit der Selbstfürsorge von Psychotherapeut:innen – einem zentralen, jedoch häufig herausfordernden Aspekt ihrer beruflichen Tätigkeit. Behandelt werden sowohl der Einsatz ressourcenorientierter Ansätze als auch Strategien zur Bewältigung von Stress und psychischen Belastungen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Belastung durch Traumata, von denen Patient:innen berichten. Die zentrale Frage lautet: Wie lässt sich solchen oft erschütternden Schilderungen therapeutisch mit Empathie begegnen, ohne dass diese Inhalte die Therapeut:innen im Privatleben weiter belasten?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration von Selbsterfahrung in den therapeutischen Prozess. Dabei wird erörtert, wie ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Nähe und professioneller Distanz gewahrt werden kann. Als theoretische Grundlage dient ein humanistisches Menschenbild.
SLEEPexpert – Werde dein eigener Schlafexperte
Carlotta Schneider, Doktorandin und Psychotherapeutin in Ausbildung an den UPD und der UNIGE in der Forschungsgruppe von Prof. Christoph Nissen, Chefarzt für Psychiatrie, Direktor des Zentrums für Schlafmedizin der HUG und Professor am Departement für Psychiatrie der Medizinischen Fakultät der UNIGE
SLEEPexpert ist eine Anpassung der kognitiven Verhaltenstherapie für Insomnie für den klinischen Alltag. Das Behandlungsprogramm verfolgt das Ziel, Patient:innen darin zu bestärken, ihren Schlaf selbst zu verbessern und das Behandlungsteam zu befähigen, dies systematisch zu unterstützen. Das strukturierte Programm soll dazu beitragen, die Behandlungsqualität zu verbessern und Therapeut:innen Sicherheit im Umgang mit dem häufigen Gesundheitsproblem Insomnie zu geben. Der Vortrag bietet auch die Möglichkeit, eigene Erwartungen und Verhaltensweisen in Bezug auf Schlaf zu reflektieren und gegebenenfalls anzupassen.
Beschreibung:
Etwa 20-30% der Bevölkerung aus der DACH-Region leidet unter chronischen Schmerzen und den Folgen, die daraus erwachsen im Leben. Dieser praxisorientierte Workshop für Psychotherapeut:innen bietet tiefgehende Einblicke in die Schmerzpsychotherapie und zeigt, wie chronische Schmerzen trotz der komplexen Herausforderungen sinnvoll in die Behandlung integriert werden können. Dabei werden wissenschaftlich fundierte, integrative Ansätze vermittelt, die die Patient:innen dabei unterstützen, ihre Selbstfürsorge zu stärken, besser mit ihren Schmerzen umzugehen und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer therapeutischen Haltung, die Akzeptanz, Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge fördert. Auch wenn chronische Schmerzen nicht vollständig beseitigt werden können, erarbeiten wir gemeinsam Strategien, die Patient:innen helfen, einen gesunden Umgang mit ihren Schmerzen zu finden und ihre Aufmerksamkeit auf die Aspekte zu lenken, die ihnen weiterhin Kraft und Lebensfreude geben. Gemeinsam erarbeiten wir Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie, der Akzeptanz- und Commitment- Therapie (ACT), der Emotionsfokussierten Therapie (EFT) sowie aus achtsamkeits- und imaginationsbasierten Ansätzen.
Ziel:
Der Fokus dieses Workshops liegt auf der praxisnahen Anwendbarkeit. Neben der Vermittlung einer langfristigen Behandlungsplanung stehen konkrete Methoden und Interventionen im Mittelpunkt, die Sie direkt mit Ihren Schmerzpatient:innen umsetzen können. Durch einen hohen Anteil an Selbsterfahrung und emotionsfokussierten Ansätze werden tiefgreifende Veränderungsprozesse selbst erlebbar.
Zur Person:
Sarah Wagner ist approbierte psychologische Psychotherapeutin in eigener Privatpraxis in München. Sie hat mehrjährige Erfahrung in der stationären und teilstationären Behandlung von Schmerzpatienten gesammelt und beim Aufbau der schmerzpsychotherapeutischen Abteilung in der Tagesklinik der orthopädischen Schön Klinik München Harlaching mitgewirkt. Ihre Zusatzqualifikation in Schmerzpsychotherapie schließt sie demnächst ab und verfügt somit über den neuesten Wissensstand in der Schmerzpsychotherapie.
Beschreibung:
Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie) gehen für viele Patient:innen mit einem erheblichen Leidensdruck, auch tagsüber, einher. Darüber hinaus ist Insomnie ein Risikofaktor für weitere psychische Störungen sowie körperliche Erkrankungen. Die Prävalenz für Insomnie ist mit ca. 10% relativ hoch, sie tritt häufig in Kombination mit anderen psychischen Störungen auf und kann den psychotherapeutischen Prozess behindern, wenn sie nicht gezielt behandelt wird.
Der Schwerpunkt dieses Workshops ist die praxisnahe Vermittlung der Inhalte der Kognitiven Verhaltenstherapie der Insomnie (KVT-I, S3-Leitlinienempfehlung). Außerdem wird erarbeitet, wie die Behandlung mit KVT-I beim Vorliegen komorbider Störungen angepasst werden kann. Abschließend werden Übungen aus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) vorgestellt, die insbesondere bei motivationalen Schwierigkeiten zu einer erfolgreichen Behandlung der Insomnie beitragen können.
Ziel:
Die praxisnahe Vermittlung der Grundlagen der S3-Leitlinienbehandlung von Insomnie und Ansätzen aus der ACT-Therapie.
Zur Person:
Dr. Anna Johann ist Psychologische Psychotherapeutin und arbeitet an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg sowie am Institut für Medizinische Psychologie und Soziologie der Universität Freiburg. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die Therapie von Schlafstörungen, wobei sie nicht nur Mitglied in der Arbeitsgruppe für die S3-Leitlinie zu Insomnie ist, sondern auch ein störungsspezifisches Behandlungskonzept mit erarbeitet hat, jahrelange therapeutische Erfahrung mitbringt und diese in Fortbildungskursen an Fachkräfte weitergibt.
Beschreibung:
Die Emotionsfokussierte Therapie (EFT) nach Leslie S. Greenberg ist ein wissenschaftlich fundiertes Therapieverfahren, bei welchem das Bewusstsein, die Akzeptanz, das Verstehen und die Veränderung der Emotionen im Zentrum stehen. Im Workshop wird der Schwerpunkt darauf gelegt, wie Patient:innen Zugang zu ihrem emotionalen Erleben, vor allem zu schmerzhaften Emotionen wie Scham, Traurigkeit und Angst gewinnen, und wie sie dysfunktionale Emotionen verändern können, mit dem Ziel, ihre emotionale Kompetenz zu verbessern. Dadurch wächst die Fähigkeit der Patient:innen ihre Probleme anzugehen. Das Therapiemodell der EFT wird mit einigen ihrer wichtigen Interventionstechniken vorgestellt und in Kleingruppen geübt (Zwei-Stuhl-Technik, Leere-Stuhl-Technik).
Ziel:
Kenntnis der theoretischen Grundlagen der EFT, Fähigkeit, die Emotionstypen (primär adaptive, primär maladaptive, sekundäre Emotionen) zu unterscheiden, Anwenden einiger EFT-typischer Interventionen.
Zur Person:
Dr. phil. Miriam Brintzinger ist als Psychotherapeutin in eigener Praxis in Zürich niedergelassen und blickt auf eine langjährige Tätigkeit in psychiatrischen Institutionen im Erwachsenen- und im Kinder- und Jugendbereich zurück. Mit einer Weiterbildung in Emotionsfokussierter Therapie nach L. Greenberg arbeitet sie mit dieser Therapieform in Ergänzung zu verhaltenstherapeutischen Ansätzen und ist Assoziierte Supervisorin in Ausbildung am Institut für Emotionsfokussierte Therapie Schweiz.
Beschreibung:
Resilienz fördern – aber wie? In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in das neueste evidenzbasierte Resilienzmodell, das direkt aus der aktuellen Forschung hervorgegangen ist und von der Referentin gemeinsam mit Kolleginnen mitentwickelt wurde. Das Modell vereint zehn zentrale Resilienzfaktoren in einem klar strukturierten Framework und macht diese für die Praxis nutzbar. Anhand von Beispielen und praxisnahen Übungen wird verdeutlicht, wie Resilienz in Therapie, Prävention und Training gezielt gestärkt werden kann.
Ziel:
Die Teilnehmenden erfahren, wie sich dieses aktuelle Resilienzmodell nutzen lässt, um Resilienz sowohl bei Patient:innen als auch bei sich selbst systematisch und evidenzbasiert zu fördern. Dazu werden konkrete Strategien und Interventionen entlang der zehn Resilienzfaktoren vorgestellt, die sich sowohl für kurze Interventionen im Alltag als auch für längere psychotherapeutische Behandlungen eignen.
Zur Person:
PD Dr. Myriam Thoma ist klinische Psychologin und eidg. anerkannte Psychotherapeutin (FSP). Sie leitet ihre eigene Dozentur für Klinische Psychologie und Psychopathologie als Universitätsdozentin an der Universität Basel. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Stress- und Belastungsfolgestörungen, Resilienz und klinische Gerontopsychologie.
Beschreibung:
Wenngleich die psychotherapeutische Tätigkeit sinnstiftend und erfüllend sein kann, bringt sie auch spezifische Belastungsfaktoren mit sich. Neben allgemeinen Risiken wie Stress, Zeitdruck und hoher Verantwortung können insbesondere die emotionale Beanspruchung und die ständige Fokussierung auf die Bedürfnisse anderer das Risiko für physische und emotionale Erschöpfung und Burnout erhöhen.
In diesem Workshop wird nach einem kurzen theoretischen Input der Schwerpunkt auf praktische Übungen und Möglichkeiten zur Selbstfürsorge im therapeutischen Arbeitsalltag gelegt. Zudem wird die Reflexion eigener Herausforderungen angeregt. Darauf aufbauend werden konkrete Übungen zur Selbstfürsorge vorgestellt und praktisch erprobt. Gemeinsame Überlegungen, wie diese Übungen unmittelbar in den Arbeitsalltag integriert werden können, runden den Workshop ab.
Ziel:
Entwicklung alltagsnaher Strategien zur Selbstfürsorge. Die Teilnehmenden lernen, Belastungen bewusster wahrzunehmen und konkrete Methoden einzusetzen, um langfristig ihre psychische Gesundheit und Arbeitszufriedenheit zu erhalten.
Zur Person:
Carla Bilsing (M.Sc.) ist psychologische Psychotherapeutin in der IFT-Ambulanz München, in der sie angehende Kolleg:innen auf ihrem Weg in den Beruf begleitet. Besonders am Herzen liegt ihr dabei, die Bedeutung von Selbstfürsorge früh zu vermitteln – als grundlegende Voraussetzung für eine langfristig erfüllende und gesunde therapeutische Tätigkeit. Zudem gibt sie Workshops zum Thema „Selbstfürsorge für Physiotherapeut:innen“ und arbeitet im Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention des Barmherzige Brüder-Krankenhauses in München.
Beschreibung:
Der/Die schwierige Patient:in war für die meisten von uns das Synonym für einen/eine Patient:in, bei dem/der wir an Grenzen kamen mit unseren bisherigen therapeutischen Standardstrategien, unserer gewohnten Interaktion und Kommunikation, bei dem/der wir keinen Erfolg hatten, bei dem/der wir Frust erlebten. Die Erweiterung und Flexibilisierung unseres therapeutischen Stils lässt diese Erfahrungen Vergangenheit sein.
In diesem Workshop werden hierzu die wirksamsten Strategien vermittelt:
• Erfolgreiche und nachhaltige Selbstfürsorge,
• Erhöhung der Kompetenz zur Motivierung nach Miller u. Rollnick, um selbst in passiven, unkooperativen Patient:innen den Willen zur Veränderung zu wecken,
• erfolgreiches und positives Eröffnen des Beziehungskontos,
• bewusst gestaltete, widerspruchsermöglichende Kommunikation,
• konstruktiver Umgang mit unkonstruktiv vorgebrachter angemessener und unangemessener Kritik,
• Utilisation von Widerstand und auftretenden Schwierigkeiten zur Therapiezielerreichung,
• vorhersagbare schwierige Interaktionssituationen durch Achtsamkeit und Stimulusmanagment vermeiden, bevor sie entstehen und aufgetretene Verstrickungen wieder auflösen können,
• aus mit Nachdruck zu Ihnen geschickten Patient:innen geschickt sie selbst auftragserteilende Klient:innen werden lassen.
Ziel:
Deutlich größere Interaktionskompetenz, Verhaltensflexibilität, Klarheit, Bestimmtheit und Leichtigkeit in schwierigen Situationen mit Patient:innen. Viele Schwierigkeiten durch eigene Achtsamkeit auflösen, bevor sie entstehen und sich in schwierigen Situationen souveräner und kompetenter verhalten.
Zur Person:
Gert Kowarowsky ist approbierter psychologischer Psychotherapeut der Verhaltenstherapie mit Weiterbildungen in Systemischer Therapie, Paar-, Sexual- und Hypnotherapie, Meditation, Entspannungstechniken und Stressbewältigung. Seine Fachexpertise aus über 40 Jahren ambulanter psychotherapeutischer Tätigkeit gibt er als Supervisor, Lehrtherapeut, Dozent und Fachbuchautor an die therapeutischen Kolleginnen und Kollegen weiter.
Beschreibung:
Spezialisierte Einrichtungen zur Diagnostik und Therapie autistischer Störungen bei Erwachsenen werden häufig von Personen aufgesucht, die (z. T. nach Recherche und Selbst-Test mit Fragebögen im Internet) zu der Überzeugung gelangt sind, von einer Störung des autistischen Spektrums (in der Regel «Asperger-Syndrom») betroffen zu sein. In diesem Workshop werden die Vorgehensweise und die Instrumente zu einer validen Diagnostik und Differentialdiagnostik entsprechend der 2016 unter Beteiligung des Referenten erarbeiteten
S-3 Leitlinie sowie der aktuelle Stand zu evidenzbasierten Therapien vorgestellt.
Ziel:
Die Kursteilnehmer:innen sollen befähigt werden, bei entsprechenden Anfragen die Validität einer (selbst-?)gestellten Autismus-Diagnose zu überprüfen, bzw. zu entscheiden, ob Ratsuchende zur Diagnostik an eine spezialisierte Einrichtung überwiesen werden sollen.
Zur Person:
Prof. Dr. med Matthias Dose war als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie über 20 Jahre ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikums Taufkirchen/Vils und in der psychiatrischen Versorgung und Forschung tätig. Seine Interessenschwerpunkte und besondere Fachexpertise liegen seit über 40 Jahren auf der erblichen Huntington – Krankheit und Autismus Spektrum Störungen bei Erwachsenen. Neben verschiedenen Gremientätigkeiten bei der «Deutschen Huntington-Hilfe DHH e.V.» und «Autismus Deutschland» gibt er als Supervisor, Lehrtherapeut und Dozent sein Wissen sowohl zu den genannten Schwerpunkten, aber auch zu Psychopharmakologie und -pathologie (Befunderhebung und Diagnostik) weiter.
Beschreibung:
Metaphern sind schon seit jeher ein anschauliches Mittel der Kommunikation. In der Gesprächsführung in Beratung oder Therapie spielen Metaphern eine große Rolle. Patient:innen beschreiben ihre Probleme oft in Form von Metaphern (z.B. Ich stehe vor einem dunklen, unüberwindbaren Berg und sehe keine Möglichkeit ihn zu bewältigen). Auch Therapeut:innen beschreiben ihr Vorgehen und theoretische Modelle häufig mithilfe von Metaphern. Selten wird dieser Metapherngebrauch jedoch reflektiert und systematisch genutzt, dabei gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, welche die Möglichkeiten dazu nahelegen. Analysen des Verständnisses und der Verarbeitung von Metaphern liefern neue Modelle, die in diesem Workshop speziell für Therapeut:innen und Berater:innen aufbereitet werden.
Ziel:
Ziel ist es, Psychotherapeut:innen oder Berater:innen für Metaphern in der Kommunikation mit Patient:innen und Klient:innen zu sensibilisieren. Die Erkenntnisse können sowohl in der Gesprächsführung als auch in der therapeutischen Intervention berücksichtigt werden, um diese effektiver zu gestalten. Die Teilnehmer:innen lernen Strukturen und Funktionen von Metaphern zu erkennen sowie wirkungsvolle Metaphern zu formulieren und gemeinsam mit Patient:innen und Klient:innen auszuarbeiten.
Zur Person:
Clemens Krause ist psychologischer Psychotherapeut und Coach in eigener Praxis in Tübingen. Nach wissenschaftlicher Forschungstätigkeit zur Klinischen Hypnose mit Promotion an der Uni Tübingen absolvierte er seine Ausbildung bei der Milton-Erickson-Gesellschaft für Klinische Hypnose und approbierte als Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie). Er war mehrere Jahre in psychosomatischen Kliniken tätig. Als Dozent und Buchautor bietet er zu verschiedenen Themen Vorträge und Workshops in der Aus- und Weiterbildung von Psychotherapeut:innen und Berater:innen an.
Beschreibung:
Tai Chi Chuan (= das höchste Prinzip des Boxens) ist ein Sammelbegriff für traditionelle chinesische Übungssysteme und vereint Elemente aus Meditation, Körpertherapie und Kampfkunst. Die Übungen sind geprägt von sanften Gewichtsverlagerungen und geschmeidigen Gelenkbewegungen. Die Stille und Ruhe in der Bewegung und die dabei entstehende leichte Trance helfen, auch den Geist zur Ruhe zu bringen. Damit bietet Tai Chi einen wertvollen Ansatz zur eigenen Stressreduktion und Selbstregulation, der sich ideal in den Praxisalltag integrieren lässt. Es wird praktisch geübt.
Ziel:
Die Teilnehmer:innen lernen praktische Tai Chi-Techniken kennen, die sie unmittelbar für ihre eigene Gesundheit und ihr Wohlbefinden nutzen können. Der Workshop vermittelt konkrete Werkzeuge zur Stressreduktion, verbessert die Körperwahrnehmung und stärkt die emotionale Regulation. Gleichzeitig wird die therapeutische Präsenz gefördert und die Fähigkeit zur professionellen Abgrenzung gestärkt.
Zur Person:
Stephan Panning ist als approbierter Psychotherapeut in der stationären Rehabilitation der Klinik Münsterland in Bad Rothenfelde tätig. Neben einer Zusatzweiterbildung in spezieller Schmerzpsychotherapie, wo er auch als Supervisor tätig ist, brachte ihn die Zusammenarbeit mit Jochen Wolfgramm vor mehr als 25 Jahren zum Tai Chi. Mittlerweile ist er selbst Tai Chi Lehrer und setzt die körperbetonten Übungen im therapeutischen Kontext erfolgreich ein. Jochen Wolfgramm ist Physiotherapeut und Lehrer für asiatische Kampf- und Bewegungskunst im Zhen Wu Osnabrück e.V. Seine Expertise zur Technik der Kampfkunstübungen als auch sein tiefes Verständnis für die Philosophie und innere Haltung während der Praxis vermittelt er eindrucksvoll in den Workshops.
Beschreibung:
Dieser praxisorientierte Workshop vermittelt Psychotherapeut:innen fundierte Kenntnisse über Tai Chi als therapeutische Intervention zur Förderung des Wohlbefindens ihrer Patient:innen. Die Teilnehmer lernen, wie diese jahrtausendealte chinesische Bewegungskunst gezielt in der psychotherapeutischen Praxis eingesetzt werden kann, um Stress zu reduzieren, die Körperwahrnehmung zu verbessern und emotionale Regulation zu unterstützen. Die Übungen sind geprägt von sanften Gewichtsverlagerungen und geschmeidigen Gelenkbewegungen. Die Stille und Ruhe in der Bewegung und die dabei entstehende leichte Trance helfen, auch den Geist zur Ruhe zu bringen.
Ziel:
Theoretische und praktische Vermittlung zentraler Kampfkunst-Prinzipien. Einsatzmöglichkeiten im Rahmen von therapeutischen Prozessen sowie für die Selbstfürsorge kennenlernen. Erlernen von einfachen Tai Chi-Übungen zur Integration in Therapiesitzungen und Anpassung der Übungen an verschiedene Patientengruppen.
Zur Person:
Stephan Panning ist als approbierter Psychotherapeut in der stationären Rehabilitation der Klinik Münsterland in Bad Rothenfelde tätig. Neben einer Zusatzweiterbildung in spezieller Schmerzpsychotherapie, wo er auch als Supervisor tätig ist, brachte ihn die Zusammenarbeit mit Jochen Wolfgramm vor mehr als 25 Jahren zum Tai Chi. Mittlerweile ist er selbst Tai Chi Lehrer und setzt die körperbetonten Übungen im therapeutischen Kontext erfolgreich ein. Jochen Wolfgramm ist Physiotherapeut und Lehrer für asiatische Kampf- und Bewegungskunst im Zhen Wu Osnabrück e.V. Seine Expertise zur Technik der Kampfkunstübungen als auch sein tiefes Verständnis für die Philosophie und innere Haltung während der Praxis vermittelt er eindrucksvoll in den Workshops.
Beschreibung:
Dieser Workshop nimmt eine salutogenetische Perspektive ein und stellt die aktuelle Forschungsdatenlage zu Resilienz und posttraumatischem Wachstum im höheren Lebensalter vor. Anhand aktueller Forschungsdaten werden praxisnahe, konkrete Ableitungen präsentiert, die im klinischen Kontext angewendet werden können, um die Resilienz und das posttraumatische Wachstum bei älteren Menschen zu fördern. Außerdem werden unterschiedliche validierte VT-Methoden praxisnah vorgestellt, die sich bei älteren Menschen in der Steigerung des psychischen Wohlbefindens im Kontext von Stress, Traumata und Belastung bewährt haben.
Ziel:
Förderung der Resilienz und des posttraumatischen Wachstums in der Therapie älterer Menschen
Zur Person:
PD Dr. Myriam Thoma ist eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin (FSP) und Universitätsdozentin für Klinische Psychologie an der Fakultät für Psychologie der Universität Basel. Ihre Arbeit und Forschung fokussieren sich auf Stress- und Traumafolgestörungen im Lebensverlauf, Resilienz sowie auf psychische Störungen und die Gesundheit von Menschen im höheren Lebensalter.
Beschreibung:
In mehr als 275 Studien zur Dankbarkeit konnte empirisch festgestellt werden, dass das Empfinden von Dankbarkeit tatsächlich Menschen positiv verändert: weniger Depressivität und Angst, Abnahme materialistischen Denkens, weniger Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, bessere Grundbefindlichkeit, gute Laune, Optimismus und gesundheitsförderliche Lebensstiländerungen konnten beobachtet werden. Angesichts hoher intra- und interindividueller Unterschiede im Ausmaß der Fähigkeit zu Achtsamkeit und Wertschätzung und daraus resultierender Dankbarkeitserfahrungen, lässt sich bei einem ausgeprägten Defizit dankbare Aufmerksamkeit üben und erlernen.
In diesem Workshop wird in vielen Übungen, Live-Demos und mit wirksamen Impact-Techniken Ihr Methodenkoffer erweitert werden, um die Erfahrung und das Erleben von Dankbarkeit sowohl im Gruppensetting als auch in der Einzeltherapie individuell fördern zu können und um mehr dieser positiven Auswirkungen sowie Resilienz und Ressourcenaktivierung innerhalb einer indizierten Verhaltenstherapie zu bewirken.
Ziel:
Kennenlernen der wichtigsten empirischen Daten der aktuellen Dankbarkeitsforschung und der vielfältigen Dankbarkeits-Aktivierungsmethoden sowie deren Anwendung einüben.
Zur Person:
Gert Kowarowsky ist approbierter psychologischer Psychotherapeut der Verhaltenstherapie mit Weiterbildungen in Systemischer Therapie, Paar-, Sexual- und Hypnotherapie, Meditation, Entspannungstechniken und Stressbewältigung. Seine Fachexpertise aus über 40 Jahren ambulanter psychotherapeutischer Tätigkeit gibt er als Supervisor, Lehrtherapeut, Dozent und Fachbuchautor an die therapeutischen Kolleginnen und Kollegen weiter.
Beschreibung:
Entsprechend den aktuellen Behandlungsleitlinien für psychotische und bipolare Störungen, Depressionen und Angststörungen werden die darin zur medikamentösen Behandlung empfohlenen Medikamente ausführlich besprochen. Aufbauend auf im Workshop vermittelte Grundlagen zur Psychopharmakologie und Neurobiologie werden Wirkungsweise, erwünschte und unerwünschte Wirkungen der empfohlenen Medikamente sowie Neuentwicklungen ausführlich besprochen und einer kritischen Würdigung unterzogen.
Ziel:
Teilnehmer:innen sollen von Patient:innen auf Grund ärztlicher Verordnung eingenommene Medikamente und insbesondere beklagte unerwünschte Wirkungen einordnen und kritisch beurteilen können.
Zur Person:
Prof. Dr. med Matthias Dose war als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie über 20 Jahre ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikums Taufkirchen/Vils und in der psychiatrischen Versorgung und Forschung tätig. Seine Interessenschwerpunkte und besondere Fachexpertise liegen seit über 40 Jahren auf der erblichen Huntington – Krankheit und Autismus Spektrum Störungen bei Erwachsenen. Neben verschiedenen Gremientätigkeiten bei der «Deutschen Huntington-Hilfe DHH e.V.» und «Autismus Deutschland» gibt er als Supervisor, Lehrtherapeut und Dozent sein Wissen sowohl zu den genannten Schwerpunkten, aber auch zu Psychopharmakologie und -pathologie (Befunderhebung und Diagnostik) weiter.
Beschreibung:
Imaginative Phobietechniken können verhaltenstherapeutische Interventionen unterstützen und wirkungsvoller machen. So kann die Motivation für Expositionen erhöht und eine kognitive Umstrukturierung angstfördernder Gedanken gefördert werden. Bei manchen Phobien, wie der Prüfungsangst und der Flugangst, ist es, im Gegensatz zu anderen spezifischen Phobien (z. B. Höhenangst, Agoraphobie, Tierphobien) schwierig, Expositionsverfahren in vivo anzuwenden. Im Fall der Prüfungsangst z. B. aktiviert eine Simulation der Prüfung im therapeutischen Setting die Angst nicht ausreichend, um ein für Expositionen adäquates Aktivierungsniveau zu erreichen. Es fehlt die Bewertungssituation, welche Ängste zu scheitern und zu versagen auslöst. Hier bieten imaginative Verfahren Interventionstechniken, die begleitete Expositionen ersetzen können.
Imaginative Techniken sind in der Verhaltenstherapie besonders durch die systematische Desensibilisierung in sensu bekannt. Wolpe beschrieb 1958 erstmals diese Technik, die durch seine Arbeit mit Klinischer Hypnose maßgeblich beeinflusst wurde. Die Hypnotherapie hat sich seither weiterentwickelt und bietet kreative und elegante Techniken an, die sehr gut in eine verhaltenstherapeutische Fallkonzeption integriert werden können. Den Teilnehmenden wird demonstriert, wie man die imaginative Fähigkeit der Patient:innen erheben kann und es werden störungsspezifische imaginative Techniken vermittelt. Dazu gehören das Ankern von Ressourcen, die Zukunftsprojektion sowie die Teilearbeit. Die Techniken, werden in ihrer Anwendung auf Phobien adaptiert.
Ziel:
Die Teilnehmer:innen lernen, einen Imaginationstest durchzuführen sowie imaginative Interventionsstrategien störungsspezifisch bei Phobien einzusetzen.
Zur Person:
Clemens Krause ist psychologischer Psychotherapeut und Coach in eigener Praxis in Tübingen. Nach wissenschaftlicher Forschungstätigkeit zur Klinischen Hypnose mit Promotion an der Uni Tübingen absolvierte er seine Ausbildung bei der Milton-Erickson-Gesellschaft für Klinische Hypnose und approbierte als Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie). Er war mehrere Jahre in psychosomatischen Kliniken tätig. Als Dozent und Buchautor bietet er zu verschiedenen Themen Vorträge und Workshops in der Aus- und Weiterbildung von Psychotherapeut:innen und Berater:innen an.
Beschreibung:
Eine der grössten Herausforderungen für therapeutisch tätige Personen ist die Frage, wie therapeutisches Wissen anwendungsklar an die Patienten weitergegeben und konkret erlebbar gemacht werden kann. Während wir Therapeutinnen und Therapeuten von den Patientinnen erwarten, dass sie in der Therapie Erlerntes in ihren Alltag übertragen, sind wir uns häufig nicht bewusst, dass Transfer auch zu unseren Kernaufgaben gehört: Wir müssen unser therapeutisches Wissen so in die Therapien bringen, dass es für unsere Klientinnen und Klienten verständlich und unmittelbar verfügbar wird. Dass das leider nicht immer gelingt, hat verschiedene Gründe, die nicht alle auf Patientenseite liegen. Im Kurs wird erklärt, wie Therapeutinnen und Therapeuten ihr Wissen unmittelbar verfügbar machen können.
Ziel:
Psychotherapeutisches Wissen kann handfest, konkret und für den unmittelbaren Gebrauch an die Patient:innen vermittelt werden. Erlebnisorientierung und Be-Greifen stehen im Vordergrund.
Zur Person:
Dorothee Schmid ist Psychotherapeutin und Fachpsychologin für Psychotherapie FSP in eigener Praxis. Sie leitete rund 17 Jahre das Therapieprogramm für Angst- und Zwangserkrankungen an der Privatklinik Wyss in Münchenbuchsee. Ihre verhaltenstherapeutische Arbeit ergänzt sie seit vielen Jahren mit ACT und hat ihre Erfahrungen mit dieser Therapieform bei Angststörungen als Fachbuch publiziert. Zudem ist sie als Kursleiterin und Supervisorin tätig.
Eingebettet zwischen modernem Dorf und Bergidylle, liegt die psychiatrische Privatklinik Meiringen. Anfang März kann man noch wunderbar die Arbeit mit den Wintersportmöglichkeiten des angeschlossenen Haslitals verbinden. Meiringen liegt im Berner Oberland ca. eine Stunde südlich von Luzern oder Bern.
Hier finden Sie das Formular zur Anmeldung für die VT-Woche in Meiringen.
Ihre Anmeldung leiten wir an die Privatklinik Meiringen weiter. Gerne können Sie sich dort auch direkt online anmelden:
über die Webseite der Privatklinik
per E-Mail: verhaltenstherapiewoche@privatklinik-meiringen.ch
oder telefonisch: +41 33 972 82 26.
Wenn Sie unsicher sind, ob ein bestimmter Workshop wirklich den eigenen
Interessen und Wünschen entspricht bzw. ob Sie die Voraussetzungen für eine Teilnahme erfüllen, können Sie sich gerne an uns wenden. Wir beraten Sie gerne:
Anja Runau
Koordinatorin des Fort- und Weiterbildungsprogramms
Telefon: 089/360 804 97
E-Mail: runau@ift.de
Eröffnungsveranstaltung:
Freitag, 13.3.2026, 16:30 bis 19:45 Uhr
Workshops:
Samstag (14.3.), Sonntag (15.3.)
jeweils von 9:00 bis 16:30 Uhr (inkl. Pausen)
Öffnungszeiten des Tagungsbüros:
eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn
und bis 15 Minuten nach Veranstaltungsende
Ja, alle Räumlichkeiten der Veranstaltung lassen sich barrierefrei erreichen.
Teilnehmer:innen aus Deutschland erhalten Fortbildungspunkte:
Eröffnungsveranstaltung: 4 Punkte (beantragt)
Teilnahme pro Tag: 9 Punkte (beantragt)
Die Anerkennung der Verhaltenstherapiewochen als Fortbildungsveranstaltung durch die jeweils zuständigen Psychotherapeutenkammern wird regelmäßig beantragt. In den vergangenen Jahren sind alle Veranstaltungen der VT-Woche Meiringen von der Psychotherapeutenkammer Bayern in München sowie von der zuständigen Landesärztekammer als ärztliche Fortbildung anerkannt worden.
Die Fortbildung wird zudem von der Schweizerischen Gesellschaft für kognitive Verhaltenstherapie (SGVT/SSTCC) mit 15 Credits anerkannt.
Nach Ende des Workshops und vollständiger Teilnahme erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.
Eine Stornierung ist bis einschließlich Ende der Frühbucherfrist kostenfrei möglich.
Bei Stornierung bis zu vier Wochen vor Beginn der VT-Woche ist eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50% der Workshop-Gebühren fällig.
Eine spätere Annullierung ist nur bei Vermittlung eines/einer geeigneten Ersatzteilnehmer:in kostenfrei möglich, andernfalls ist die komplette Workshop-Gebühr zu entrichten. Eine Stornierung muss immer schriftlich erfolgen.
Ja, die Rechnungsstellung erfolgt vier Wochen vor der Veranstaltung. Für in der Schweiz wohnhafte Teilnehmer:innen wird sie von der Privatklinik Meiringen in CHF ausgestellt.
Veranstalter der Verhaltenstherapiewochen ist die IFT Mental Health Solutions GmbH. Sie ist Teil des 1973 gegründeten IFT Institut für Therapieforschung in München, dessen Schwerpunkt auf der anwendungsorientierten Forschung liegt.
Die VT-Woche Meiringen wird in Kooperation mit der Privatklinik Meiringen, PD Dr. med. Christian Mikutta durchgeführt.
Anja Runau
Koordinatorin des Fort- und Weiterbildungsprogramms
Telefon: 089/360 804 97
E-Mail: runau@ift.de
Das IFT fördert Vielfalt und Chancengleichheit unabhängig von Alter, kultureller Herkunft, Handicap, sexueller Orientierung, Geschlecht und Geschlechtsidentität. Wenn in Texten die männliche Form verwendet wird, dient das lediglich der Lesbarkeit. Sie bezieht immer alle Menschen ein.
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