Seit der Pandemie suchen zunehmend Patient:innen mit postakuten Infektionssyndromen bis hin zur schweren Multisystemerkrankung ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom) psychotherapeutische Unterstützung, teils aus eigenem Leidensdruck heraus, teils weil sie mit der Annahme einer psychosomatischen Erkrankung überwiesen werden. Die komplexe, somatisch geprägte Symptomatik stellt Psychotherapeut:innen dabei vor erhebliche diagnostische und therapeutische Herausforderungen, insbesondere in der Abgrenzung zu depressiven Störungen oder somatischen Belastungsstörungen. Der Vortrag gibt einen kompakten Überblick über die medizinischen Hintergründe postinfektiöser Erkrankungen und stellt das Kardinalsymptom der ME/CFS, die postexertionelle Malaise (PEM), in den Mittelpunkt. Vorgestellt wird ein psychotherapeutischer Ansatz, der den sicheren Umgang mit Belastung und das Pacing fokussiert, um Zustandsverschlechterungen zu vermeiden. Besonderheiten in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen werden exemplarisch anhand von Fallbeispielen verdeutlicht.
Wir möchten in Zukunft vermehrt jungen und aufstrebenden Referent:innen eine Plattform bieten. Dafür haben wir unser Angebot für Sie um zusätzliche Workshops ergänzt: Sie finden die NEW VOICES in unserem Programm.
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